Firmenphilosophie zum Thema Schlachtung


Liebe  Kundinnen und Kunden,

 

wir möchten Ihnen hiermit einige Informationen zur Verfügung stellen, die uns zum Thema Nutztiere am Herzen liegen.

 

Grundsätzlich gilt, dass Bio-Tiere nur in Schachtbetrieben geschlachtet werden dürfen, die Bio- zertifiziert sind. Es muss damit gewährleistet sein, dass das Schlachten von Bio- und konventionellen Tieren räumlich und zeitlich voneinander getrennt sein muss.

 

Wir achten bei dem Schlachten unserer Tiere und der Tiere die Sie über uns beziehen besonders  darauf, dass wir mit Betrieben zusammenarbeiten, die bei der Schlachtung die aus unserer Sicht höchsten ethischen und moralischen Richtlinien verfolgen.

 

Unsere Rinder und Schweine lassen wir zum Beispiel von der Firma Fülscher in Seestermühe schlachten. Es ist ein mittelgroßer, sehr moderner Familienbetrieb. Die Tiere werden von unseren Landwirten zum Schlachter transportiert, dies bedeutet ungefähr nur ca. 40 Min. Fahrtzeit. Da die gewohnten Kontaktpersonen dabei sind, geschieht das sehr entspannt.  Bei der Firma Fülscher kommen sie nach der Fahrzeit dann in spezielle Ruheräume bevor sie durch CO 2 betäubt werden und anschließend gestochen werden.

 

Die Tiere sterben immer durch ausbluten, ein Bolzenschuß, Strom oder CO 2 dienen nur zur Betäubung, damit das Herz weiter schlägt und das Tier völlig ausbluten kann. Dies ist lebensmittelrechtlich so vorgeschrieben um das Fleisch so keimfrei wie möglich für den Verzehr vorzubereiten.

 

Es gibt also beim letzten Gang unserer Tiere in der Schlacht-Praxis keine gesetzlichen Unterschiede, wie zu schlachten ist, da es keine anderen Techniken gibt. Für uns ist es aber wichtig die Transporte so kurz wie möglich zu halten und uns unsere Partner selbst auszusuchen um mit Ihnen in ständigem vertrauenswürdigem Kontakt zu sein.  Somit sind die Firma Fülscher und die Firma Bauck in Klein Süstedt (für Geflügel) die „humansten“ der mir bekannten Schlachtbetriebe.

 

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesen Informationen ein wenig weiterhelfen und möchte noch persönlich anmerken:

 

Daß „klein“ nicht gleichzeitig „gut“ und „groß“ immer automatisch „schlecht“ ist.

In jeden Betrieb arbeiten Menschen an denen es liegt oder auch scheitert wie „human“ ein Tier getötet wird. Und jeder Betrieb den ich in den letzten 20 Jahren kennengelernt habe hat nie vorsätzlich ein Tier gequält, denn ein gestresstes Tier liefert nur minderwertiges Fleisch. Und mit diesem betriebswirtschaftlichen Hintergrund sind die meisten Betriebe darauf bedacht bei fairer Bezahlung qualitativ hochwertiges Fleisch zu erzeugen.

 

Die Presse zeigt aber in der Regel lieber Schockbilder, teilweise zu Recht, weil sich das einfach besser verkaufen lässt. Mir sind aus den Medien nur wurstpanschende, tierquälende Fleischer bekannt. Eigentlich schade, weil es nicht der Realität entspricht, auch nicht im konventionellen Betrieb.

 

Doch in letzter Konsequenz liegt die Verantwortung beim Verbraucher, denn es wird nur das produziert was der Markt verlangt. Und das ist zum größten Teil leider nur „billig“.

 

Wir haben mit unserer Devise „Bio…natürlich in demeter Qualität“ einen speziellen, sehr hohen Anspruch an unsere Produkte und glücklicherweise Kunden, die auch bereit sind, dafür mehr Geld zu bezahlen. Vielen Dank dafür an dieser Stelle.

 

Ihr Andreas Dreymann